KREIS SOEST – Im November vor vier Jahren hat sich Bad Westernkotten darum beworben, das 23. Bundesschützenfest des Sauerländer Schützenbunds (SSB) auszutragen. Von Freitag bis Sonntag, 16. bis 18. September, können sie die Früchte ihrer Arbeit ernten. Dann pilgern 11 500 Schützen und Musiker in das Erwitter Heilbad, das selbst übrigens nur gut 4200 Einwohner hat. Am Freitag und Samstag wird ermittelt, aus welchem der sieben Kreise der nächste König beziehungsweise Jungschützenkönig kommt.

„Wir sind alle ziemlich aufgeregt“, gibt Markus Christ, Schrift- und Geschäftsführer vom Schützenverein Bad Westernkotten 1694, auf Nachfrage zu. So ein Großprojekt stemmt schließlich niemand alle Tage. „Ich freue mich riesig“, sagte indes Wolfram Schmitz. Er ist SSB-Geschäftsführer. „Ich denke, wir werden ein schönes Fest feiern“, so Schmitz weiter. „Die Anmeldezahlen sind höher als beim letzten Mal.“ Damals hätten sich 9500 angekündigt, 2000 Musiker und Schützen weniger.

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Mit der Begrüßung und der Kranzniederlegung am Ehrenmal startet das Bundesschützenfest am Freitag, 16. September, um 16 Uhr. Anschließend treffen die Gäste am Festplatz an der Aspenstraße ein (Christ: „Das ist ein Riesen-Areal“) und um 18 Uhr wird es auch schon zum ersten Mal ernst; dann starten die Jungschützen ihren Wettbewerb um die Königswürde. Bevor die Party in zwei von acht Festzelten steigt, wird der neue Regent proklamiert. Bei der Jungschützenparty sorgt dann DJ Käpt’n Käse für gute Beats, beim Dämmerschoppen gibt es Blasmusik.

„Das ist wie bei einer Olympiade“

Wenn die Gäste am Samstag, 17. September, um 13 Uhr eingetrudelt sind, startet der zweite Festtag eine halbe Stunde später mit einem ökumenischen Gottesdienst. Um 15 Uhr treten dann rund 140 Könige an, um den Bundesschützenkönig für die nächsten drei Jahre zu ermitteln. Hierfür wird zunächst in drei Durchgängen auf drei Vögel geschossen. Der Sieger von jedem der Durchgänge, seine zwei Vorder- und Hintermänner ziehen ins Finale ein. Die Proklamation des letztendlichen Gewinners ist für 19.30 Uhr geplant, anschließend folgen der Große Zapfenstreich sowie Partys in zwei Zelten. Hierfür haben die Westernkötter erneut für Blasmusik beim Dämmerschoppen vorgesorgt, in dem zweiten Zeilt spielt die Partyband Comeback auf.

Für Sonntag steht als erster Punkt ein Festhochamt in der Schützenhalle (Schützenstraße) auf dem Programm. Es beginnt um 9 Uhr. Nach einem Frühschoppen, werden die Ehrengäste ab 10.30 Uhr empfangen. Wenn sie sowie die Vereine angekommen sind, beginnt um 12.30 Uhr der große Festumzug – neben dem Schießen eines von Markus Christs Highlights. „Bei ihm ziehen in ungefähr vier Stunden 11 500 Schützen und Musiker durch den Ort“, sagt der 51-Jährige. Er freut sich bereits jetzt auf die unterschiedlichen Uniformen und Vereine. Schließlich seien alle unterschiedlich. „Das ist wie bei einer Olympiade, wo ganz unterschiedliche Kulturen aufeinander treffen.“ Mit einem gemütlichen Beisammensein klingt das Bundesschützenfest 2016 dann aus.

Besucher, die nicht mit den über 200 Schützenvereinen und 90 Kapellen anreisen, gelangen am Sonntag übrigens nur über die B 55 oder aus Richtung Bökenförde zum Fest. Der Kurort ist an diesem Tag für den Individualverkehr gesperrt, für den Marschweg gilt Halteverbot.

Quelle: ZV Der Patriot GmbH – jk